Bedeutung der Gewürze

Gewürze veredeln unsere Speisen und verleihen ihnen den letzten Pfiff. Sie sind jedoch nicht nur Genussmittel und von kulinarischer Bedeutung. Gewürze können noch weitaus mehr. Die meisten von ihnen verfügen über eine gesundheitsfördernde Wirkung und sind kraftvolle, ganzheitliche Heilmittel, die seit jeher in der Naturmedizin ihren Einsatz fanden.

Gewürze beinhalten lebensnotwendige Bestandteile, die unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit entscheidend beeinflussen. Ihre heilsamen Eigenschaften können Krankheiten lindern bzw. vorbeugen und somit unsere Lebensqualität deutlich verbessern. Ebenso wie die Kräuterheilkunde gibt es auch eine sogenannte Gewürzheilkunde.

Gewürze zählen zu den ältesten Arzneimitteln der Menschheit. Ihre Wirkung beruht größtenteils auf ihrem hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Nicht nur in Asien fanden sie ihren Einsatz, auch in Europa wurden zum Beispiel Rosmarin, Salbei, Thymian oder Chili als Medikamente eingesetzt. Erst als im letzten Jahrhundert die Pharmazie Einzug in unseren Alltag erhielt, wurden viele Gewürze wieder aus der Schulmedizin verdrängt.

Sie sind aber mittlerweile als natürliche Heilmittel wieder stark im Kommen. So wurden bereits etliche Gewürze in das Deutsche Arzneimittelbuch (DAB) aufgenommen, darunter auch der Ingwer im Jahr 1997. Er fördert die Speichel- und Magensaftbildung sowie den Gallenfluss, regt die Darmfunktion an und verfügt außerdem über eine antibakterielle und pilztötende Wirkung. Bereits Konfuzius schätzte vor 2500 Jahren diese unförmige kostbare Knolle.
Die Gelbwurz wird zum Beispiel in Indien noch heute als Medikament bei Erkrankungen von Magen, Leber oder Galle eingesetzt. Früher kannte man sie auch in Europa. Sogenannte „Curcominoide“ regen die Gallensekretion an und seine ätherischen Öle beruhigen eine gereizte Darmmuskulatur.
Vor allem fette und schwerverdauliche Speisen werden durch Gewürze deutlich bekömmlicher. Chili, Fenchel Majoran, Kümmel und Thymian sind natürliche Verdauungshilfen und lindern Blähungen. Zwiebel, Knoblauch, Kurkuma und Wermut beeinflussen ebenfalls die Gallensekretion.

Die Wirkung der Gewürze beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Verdauungstrakt. Senf, Paprika, Pfeffer und Chili üben einen positiven Effekt auf die Herztätigkeit und die Durchblutung aus. Thymian, schwarzer Pfeffer sowie Nelken wird eine antibakterielle und infektionshemmende Kraft nachgesagt.

Es ist die natürliche prozentuale Mischung an Substanzen, wie sie nur in Pflanzen vorkommt, auf die es ankommt. All die positive und heilsame Wirkung von Gewürzen kann mit synthetisch isolierten oder nachgeahmten Nahrungsergänzungsmitteln nicht erzielt werden.

Gewürze sind kleine Kostbarkeiten, wunderbare Gaben der Natur. Sie machen nicht nur unsere Speisen schmackhafter und bekömmlicher, sondern versorgen unseren Körper täglich mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen sowie mit Spurenelementen, ätherischen Ölen und letztendlich auch mit neuer Lebensenergie.

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