Gewürze und ihre Veredelung

Wie alle Agrarerzeugnisse müssen auch die Gewürzrohstoffe vor dem Verkauf und dem Verzehr einem aufwändigen Reinigungsverfahren unterzogen werden. Oberstes Gebot ist nicht nur die Reinheit sondern auch die Wohlabgewogenheit und die Gebrauchsfertigkeit der Erzeugnisse.

Fremdkörper und unerwünschte Bestandteile wie Sand oder Stängel müssen entfernt werden. Die Rohstoffe werden zerkleinert, geschrotet, gemahlen und gesiebt. Und all das sollte stets mit allergrößter Sorgfalt und Behutsamkeit geschehen, denn die wichtigsten Komponenten der Gewürzen, die aromatischen ätherischen Öle, sind leicht flüchtige Substanzen und dürfen dabei nicht geschädigt werden oder gar abhanden kommen. Spezialmühlen sorgen zum Beispiel dafür, dass die Temperatur des Guts beim Mahlprozess nicht ansteigt.

Erst nach einer Vielzahl an aufwändigen Verfahren sind die meisten der Gewürze „zum Verzehr geeignet“.

Ein großes Problem bei der Qualität von Gewürzen spielt die Lagerfähigkeit. Im ungemahlenen Zustand sind sie meist über Jahre hinaus haltbar. Die ätherischen Öle und Mineralstoffe sind stets gut in Pflanzenzellen eingeschlossen. Diese schützenden Strukturen werden jedoch leider während des Malprozesses stark beeinträchtigt oder sogar mechanisch zerstört.

Der Feinheitsgrad der Mahlung ist für die Qualität und Würzkraft von Bedeutung. Eine ebenso wichtige Rolle spielen die Beschaffenheit der Lagerräume sowie die aromafrische und bedarfsgerechte Verpackung. Gewürze müssen stets vor Licht, Luft, Feuchtigkeit und hohen Temperaturen geschützt werden. Eine bessere Verpackung hat meist auch ihren Preis. Wer hier knausert, spart womöglich an der falschen Stelle. Nur allzu leicht können sich die kostbaren geschmackgebenden Aromastoffe verflüchtigen und die Gewürze ihre heilsamen energiebringenden Kräfte verlieren.

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