Was ist eigentlich Currypulver?

Currypulver ist weder ein Kraut noch eine Wurzel. Currypulver ist eine Gewürzmischung und besteht aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Zutaten. Für die Herstellung gibt es keine festen Regeln und so gut wie jede indische Hausfrau hat ihre eigenen Rezepte. Fertige Gewürzmischungen wie bei uns werden auch heute in Indien noch nicht oft verwendet.
Bis zu 60 feingemahlene Gewürze, Kräuter und Samenkörner können hierbei vermischt werden. Darüber hinaus werden manchmal dem handelsüblichen Curry Füllstoffe zugesetzt wie beispielsweise Reismehl. So ist es kein Wunder, dass jedes Currypulver seine ganz individuelle Schärfe und einen einzigartigen Geschmack hat.

Zu den am häufigsten in Curry enthaltenen Gewürzen zählen:

Auch diese Zutaten werden oftmals dem Currypulver beigemengt:

Wo das Wort „Curry“ seinen Ursprung hat, konnte bis heute nicht eindeutig geklärt werden. Es ist aber auf jeden Fall keine alte indische Bezeichnung, sondern vermutlich erst während der englischen Kolonialzeit entstanden durch Verhornballung der Wörter „Turkari“ oder „Kuddy“ – zwei jeweils schmackhafte Gemüsegerichte. Heute wird die Bezeichnung „Curry“ im gesamten pazifischen und asiatischen Raum verwendet und man versteht darunter eine Art Ragout bzw. ein Eintopfgericht zu dem meist Reis oder Brot serviert wird. Ganz im Gegensatz zu Mitteleuropa, wo wir auch oftmals die bloße Gewürzmischung schon als „Curry“ bezeichnen.

Tipp: Das Currypulver kann sein Aroma am besten entfalten, wenn man es in etwas Öl oder Fett andünstet. Es sollte aber nicht verbrennen, sonst wird es bitter – vor allem dann wenn es viel Kurkuma beinhaltet.

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