Gesunde Scharfmacher

Gesunde ScharfmacherDas erste Gewürz, das den meisten Menschen in Bezug auf Schärfe einfällt, ist wohl der Pfeffer. Er wird aus den Früchten des Pfefferstrauchs gewonnen, die viel Piperin und ätherische Öle enthalten. Das Alkaloid Piperin verleiht dem Pfeffer seine Schärfe und ist auch maßgeblich für die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Pfeffers verantwortlich. Die ätherischen Öle geben dem Pfeffer sein Aroma und sind aus gesundheitlicher Sicht nicht ganz so wichtig. Der Anteil dieser beiden Inhaltsstoffe macht auch den maßgeblichen Unterschied zwischen den Pfeffersorten aus. Während der schwarze Pfeffer aus den unreifen, noch grünen Früchten gewonnen wird und viel Piperin enthält, wird der weiße Pfeffer aus den reifen, roten Früchten gewonnen und hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Weil der schwarze Pfeffer nicht komplett ausreifen kann, ist er nicht so aromatisch wie der weiße Pfeffer dafür aber durch das Piperin schärfer.

Die Schärfe des Piperins stellt für den Körper in erster Linie einen Schmerzreiz dar, und er versucht, ihn durch die Ausschüttung von Endorphinen zu bekämpfen. Endorphine sind Glückshormone und steigern das körperliche Wohlbefinden. Piperin gilt zudem als entzündungshemmend und fiebersenkend.

Pfeffer fördert die Verdauung, da er die Produktion von Verdauungssäften und die Beweglichkeit des Darms fördert. Besonders günstig wirkt sich die Wirkstoffkombination des Pfeffers auf die Verdauung eiweißhaltiger Nahrung, beispielsweise Fleisch, aus.
Andere klassische, scharfe Gewürze sind Paprika und Chili. Beide sind eng miteinander verwandt und bekommen ihre Schärfe durch den Stoff Capsaicin. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind die Vitamine C, B und P, wobei Vitamin P eher unter dem Namen Rutin bekannt ist und zu den Flavonoiden gehört. Damit ist es nicht nur wichtig für die Stärkung der Venen, sondern auch ein Antioxidant. Antioxidantien binden freie Radikale, das sind gefährliche und reaktionsfreudige Stoffwechselprodukte, die ansonsten die Zellen schädigen und Alterungsprozesse auslösen. Sie stehen unter anderem in Verdacht Krebs und andere schwere Krankheiten zu verursachen. Besonders die roten Früchte enthalten einen hohen Anteil Carotin, einem Pflanzenfarbstoff. Dieser zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen und hat eine Reihe gesundheitsfördernde Auswirkungen.

Genau wie der Pfeffer regen Chili und Paprika die Produktion von Verdauungssäften an und fördern den Stoffwechsel. Das ist aber nicht die einzige Gemeinsamkeit vieler scharfer Gewürze. Die meisten von ihnen wirken außerdem antibakteriell, das bedeutet, dass sich scharf gewürzte Speisen länger halten und sich Bakterien nicht vermehren können. Das ist gerade in warmen Regionen, wo sich Bakterien wegen der Wärme sonst schnell vermehren können, ein großer Vorteil. Nicht umsonst wird gerade in Ländern wie Mexiko oder Indien gerne scharf gekocht. Außerdem bringen Piperin und Capsaicin den Kreislauf in Schwung. Trotzdem sollte man Pfeffer, Paprika und Chili nur in Maßen verwenden, denn eine Überdosis kann zu Magenreizungen führen.

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