Mit Curry gegen Krebs

Currypulver ist eine Gewürzmischung, die ursprünglich aus Indien stammt. Was wir hier als Curry kennen, ist allerdings eine abgeänderte Form des ursprünglichen Currys. Seine intensive gelbe Farbe verdankt das Curry der Kurkuma oder Gelbwurzel, einem Gewächs aus der Familie der Ingwergewächse. Die Wurzel dieser Pflanze ist reich an ätherischen Ölen und enthält den Farbstoff Curcumin, dem sie, und letztendlich auch das Currypulver, die leuchtend gelbe Farbe verdankt.

Mit Curry gegen KrebsDieser Farbstoff ist auch einer der momentanen Hoffnungsträger in der Krebsforschung. Federführend ist hier das wissenschaftliche Team um Bharat Aggarwal an der Universität von Houston in Texas. Die Wissenschaftler untersuchten die Wirkung von Curcumin in Kombination mit dem Wirkstoff Paclitaxel, der häufig bei der Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird.

Bei Tests an Mäusen stellten die Wissenschaftler fest, dass Curcumin zusammen mit Paclitaxel das Risiko des Auftretens von Metastasen in anderen Organen stark senkt. In einer Gruppe von 60 Tieren traten bei fast allen Tieren, die keine weitere Behandlung erhielten, Metastasen in der Lunge auf. Bei der Gruppe, die nur ein Chemotherapeutikum erhielt waren die Ergebnisse nur etwas besser. Wurden die Tiere allerdings mit Curcumin oder einer Kombination aus Curcumin und einem Chemotherapeutikum behandelt, waren die Ergebnisse deutlich besser.

Der positive Effekt des Curcumins liegt wahrscheinlich in der Hemmung eines bestimmten Eiweißes, das für die Bildung und Ausbreitung der Metastasen äußerst wichtig ist. Es wird vermutet, dass lange Anwendungsdauern bestimmter Chemotherapeutika die Bildung von Metastasen begünstigen. Curcumin eignet sich wahrscheinlich besonders für die Ergänzung der Chemotherapie bei Brustkrebs, da es deren Nebenwirkungen mildert und deren Wirkungsweise unterstützen kann. Eine Ergänzung der Therapie mit Curcumin könnte hier zu einer deutlichen Verbesserung der Therapie führen. Bisher wurden nur Versuche an Mäusen durchgeführt, doch die Wissenschaftler aus Texas hoffen, möglichst bald mit klinischen Studien an Patienten beginnen zu können.

Zusätzlich zu diesen Ergebnissen legen Forschungsergebnisse nahe, dass Curcumin auch gegen den gefährlichen schwarzen Hautkrebs helfen könnte. Dabei wirkt es sich allem Anschein nach auf Proteine aus, die das Überleben der Krebszelle sichern. Werden diese Proteine unterdrückt, kommt es zur sogenannten Apoptose und die Zelle stirbt ab. Es wird daher vermutet, dass Menschen, die regelmäßig mit Curkuma würzen, seltener an bestimmten Tumorarten erkranken.

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