Die echte Vanille
Vanille ist ein sehr kostbares und allzeit beliebtes Gewürz. Die oft als „Königin der Gewürze“ bezeichneten Kristalle verfeinern Kekse, Kuchen, Aufläufe, Puddings, warme und kalte Saucen, Trinkschokolade, Kaffee und vieles mehr. Doch woher stammt dieses vielseitige Gewürz ursprünglich?
Die Vanilla planifolia (Gewürzvanille) ist eine Orchideenart, die in den feuchten und heißen Tropenwäldern Mexicos beheimatet ist. In den Sommermonaten Juli und August zeigt sie sich von ihrer schönsten Seite und präsentiert für wenige Stunden ihre großen traubenförmigen, grüngelben Blüten. Bestäubt werden sie in der Natur von Kolibris und einigen wenigen Insektenarten. Außerhalb von Mexico müssen diese Orchideenblüten in der Zucht von Hand bestäubt werden. Nach etwa einem Monat bilden sich auf jeder Pflanze bis zu 60 Stück etwa 20 bis 30 cm lange Samenkapseln, die typischen grünen Vanilleschoten mit ihren unzähligen winzig kleinen Samen. Sie werden noch im ungeöffneten Stadium gepflückt. Unmittelbar nach der Ernte müssen sie mit Wasser oder Wasserdampf behandelt werden, um die auf den Schoten befindlichen Bakterien und Mikroben zu entfernen. Unbehandelte Vanilleschoten haben jedoch noch keinen typischen feinwürzigen Vanillegeschmack. Sie müssen erst einem Fermentations-Prozess unterzogen werden, damit das in den Schalen enthaltene Vanillinglykosid zu Vanillin und Glucose umwandelt wird. Über einen Zeitraum von vier Wochen werden sie in luftdichten Behältern fermentiert und dabei nehmen sie auch ihre uns vertraute dunkle Farbe an.
An dem charakteristischen Vanillearoma ist aber nicht nur das Vanillin beteiligt, sondern noch eine Vielzahl an weiteren Substanzen. Das ist auch der Grund, warum der Geschmack des synthetisch hergestellten Vanillin leider nur ein mäßiger Ersatz für das Naturprodukt sein kann und nie ganz an die natürliche Vanilleschoten oder den beliebten Bourbon Vanillezucker heranreichen wird.
Bourbon ist die wohl weltweit bekannteste Vanillesorte, sie gilt als die geschmacksintensivste und wertvollste. Zusätzlich zur „Mexico Vanille“ gibt es noch die „Tahiti Vanille“ sowie „Guadeloupe Vanille“, die beide haupsächlich in der Parfümindustrie Verwendung finden. Qualitätiv hochwertige Vanilleschoten erkennt man an ihrer dunkelbraunen Farbe und ihrem fettig glänzenden Erscheinungsbild. Sie sind biegsam und an ihrer Oberfläche mit feinen Vanillekristallen übersäht.
Zu den wichtigsten Vanilleanbaugebieten zählen Madagaskar, Sri Lanka/Ceylon, La Réunion (früher auch „Boruboninsel“ genannt), Indonesien, Taihiti, Kerala und die Komoren.
Tipp für die Zubereitung: Aus den Vanilleschoten schabt man die benötigte Portion Mark heraus, das heißt circa 2,5 cm pro Viertel Liter. Dieses löst man zunächst in einer kleineren Flüssigkeitsmenge auf und mengt es dann anschließend den Speisen oder Backmischungen bei.
Fotoquelle: Everglades National Park
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Donnerstag, den 22. Mai 2008
- Kategorie: Gewürze-ABC, Gewürze-Allgemein
- Tags: Bourbon, Bourbon Vanillezucker, Gewürz, Gewürze, Kekse, Vanillezucker
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Am 6. Oktober 2008 um 12:25 Uhr
hallo vanillenfreunde,
ich bin ein echter fan von “echter Vanille” , keine Aroma Vanillin Produkte verwende ich.
Danke das es Vanille gibt. :)