Verdauungsfördernde Gewürze

Verdauungsfördernde GewürzeImmer mehr Menschen leiden an Erkrankungen des Verdauungstraktes. Häufig wird dann eine salzarme Schonkost empfohlen, die leider wenig schmackhaft ist. Aber es gibt ausreichend Kräuter und Gewürze, die nicht nur die Diät aufwerten, sondern auch eine heilende Wirkung haben.

Bärlauch, Beifuß, Bohnenkraut, Kardamom, Kurkuma, Muskatnuss, Petersilie, Piment, Thymian und Wermut regen die Produktion der Verdauungssäfte an. Der Tipp, Gänsebraten, Schmalz und Schweinefleisch mit Beifuß und Wermut zu würzen, ist allgemein bekannt. In Suppen und Eintöpfen können Bohnenkraut, Muskatnuss, Piment oder Thymian das Salz ersetzen und sorgen außerdem für einen pikant-herben Geschmack. Eine Handvoll frische gehackte Petersilie passt ebenfalls zu vielen Suppen, Eintöpfen, Salaten und natürlich zu Salzkartoffeln. Kurkuma eignet sich ausgezeichnet für Eierspeisen und Reis, dem es zusätzlich eine appetitliche Farbe verleiht. Kardamom würzt Früchte, Fruchtspeisen und Kuchen. Eine Prise Kardamon schmeckt auch im Kaffee.

Die folgenden Gewürze fördern die Fettverdauung. Beifuß, Majoran und Quendel machen Gänse-, Enten- und Schweinebraten bekömmlicher, Basilikum und Oregano sind als Pizzagewürz bekannt, schmecken aber auch im Salat. Und Zimt lässt sich ähnlich wie Kardamom in Süßspeisen oder im Kaffee verwenden.

Besonders Kohlgerichte, Hülsenfrüchte und Rohkostgemüseplatten verursachen oft ein unangenehmes Völlegefühl und Blähungen. Dagegen helfen Anis, Bohnenkraut, Fenchel, Kardamom, Koriander, Kümmel und Wacholderbeeren. Kümmel und Wacholderbeeren sind typische Sauerkrautgewürze, auch Koriander passt gut zu Krautgerichten. Kardamom verfeinert eine Erbsensuppe, und zu Eintöpfen mit Kraut oder Hülsenfrüchten reicht man gern Anisbrot als Beilage. Eine Tasse Fencheltee vertreibt Blähungen und bekommt schon kleinen Kindern gut.

Der Verdauung förderlich sind auch Salbeiblätter, der als Bestandteil von Kräuterteemischungen bekannt ist, aber auch als Wildbretgewürz dient, sowie Ingwer und Nelken, die mit ihrem leicht brennenden Geschmack Süßspeisen und eingeweckten Früchten eine prickelnde Note geben.

Während der Zeit der Rekonvaleszenz helfen Basilikum, Galgant, Ingwer, Koriander, Pfefferminze, Rosmarin, Thymian, Wacholder, Wermut und Zimt, den Appetit anzuregen.
Aber natürlich sind diese Kräuter und Gewürze nicht nur für die Schonkost geeignet. Als fester Bestandteil einer gesunden und schmackhaften Ernährung können sie dazu beitragen, Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Fotoquelle: www.pixelio.de
Fotograf: Rainer Giel

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