Kräuter für den Winter
Ob vom Wochenmarkt oder aus dem eigenen Garten, im Sommer sind stets frische Kräuter zur Hand und verleihen den Suppen, Soßen und Salaten ein ganz besonderes Aroma. In manchen Gärten herrscht ein regelrechtes Überangebot und spätestens dann stellt sich die Frage, wie man die Kräuterfülle für den Winter retten kann.
Es gibt verschiedene Methoden, Wild- und Gartenkräuter haltbar zu machen. Die älteste und bekannteste ist das Trocknen. Doch auch dabei gibt es einiges zu beachten. Die Kräuter erntet man an einem trockenen Tag und möglichst nicht in den Mittagsstunden. Unmittelbar nach der Ernte werden sie zu Sträußen gebunden und in einem trockenen ungeheizten Raum aufgehängt. Die Sträuße dürfen nicht zu groß sein, damit die Luft zwischen den einzelnen Zweigen zirkulieren kann. Vor direkter Sonneneinstrahlung müssen die Kräuter geschützt werden, sie verlieren sonst an Aroma.
Es ist auch möglich, die Pflanzen auf sauberen Papier oder Stoff auszubreiten. Sollte die Unterlage feucht werden, muss man sie wechseln. Steht kein geeigneter Raum zur Verfügung, kann man auch die Backröhre oder die Mikrowelle zum Trocknen verwenden. Im Backofen legt man die Kräuter auf ein mit Gaze bespanntes Kuchengitter und trocknet bei 40 bis 50 Grad und leicht geöffneter Ofentür mehrere Stunden. Für die Mikrowelle zupft man die Blätter von Stielen und trocknet sie bei 650 Watt ungefähr vier Minuten. Die Anschaffung eines handelsüblichen Trockenautomaten lohnt sich, wenn man regelmäßig größere Mengen Kräuter und Früchte trocknen will. Die Kräuter sind trocken, wenn sich die Blätter leicht zwischen den Fingern zerreiben lassen. In gut verschlossenen Schraubgläsern behalten sie bei dunkler Lagerung ihr Aroma bis zur nächsten Ernte.
Eine weitere Methode ist das Einlegen in Essig oder Speiseöl. Besonders gut eignen sich Weißweinessig und hochwertiges, geschmacksneutrales Speiseöl. Wählt man besonders gut gewachsene Zweige und dekorative Flaschen, hat man gleichzeitig einen hübschen Blickfang. Zum Einlegen in Essig eignen sich vor allem Dill, Basilikum, Estragon, Thymian, Zitronenmelisse und Wacholderbeeren. Für das Einlegen in Speiseöl eignen sich fast alle Kräuter und Gewürze. Experimentieren lohnt sich, Eigenkreationen schmecken bekanntlich am besten. Nach dem Befüllen stellt man die Flaschen zwei bis drei Wochen an ein sonniges Fenster, anschließend werden sie dunkel und kühl gelagert. Wichtig ist, dass die Kräuter stets mit Essig oder Speiseöl bedeckt sind.
Am unkompliziertesten ist das Einfrieren von Kräutern. Die Kräuter werden zerkleinert und in Beuteln oder kleinen Gefäßen portionsweise eingefroren. Da das Aroma beim Einfrieren leidet, braucht man eine etwas größere Menge zum Würzen als bei frischen Kräutern. Übrigens lässt sich auch frisch zubereitete Kräuterbutter einfrieren.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Sonntag, den 20. Juli 2008
- Kategorie: Haltbarkeit und Lagerung von Gewürzen
- Tags: Gewürz, Gewürze, Kräuter, Thymian, Würzen
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Am 23. September 2008 um 21:28 Uhr
Kräuter sind auch klasse, selbst wenn sie mal kurz schockgefroren waren! Außerdem sind sie hilfreich für die Verdauung und zaubern zudem noch einen hervorragenden Geschmack.