Frankfurter Grüne Sauce

Die letzten warmen Sommertage bescheren uns noch eine reichliche Ernte an frischen Kräutern, aus denen man eine leckere kalte Sauce zubereiten kann.
Die Frankfurter Grüne Sauce ist nicht nur in Hessen, sondern in ganz Deutschland beliebt. Traditionell werden die sieben Kräuter Kerbel, Pimpinelle, Sauerampfer, Kresse, Borretsch, Petersilie und Schnittlauch verwendet. Frankfurter Gärtner bauen sie im Stadtteil Frankfurt-Oberrad an. Gut verpackt kommen sie im richtigen Mischungsverhältnis, kein Bestandteil darf mehr als 30 Prozent der Gesamtmenge auf den Markt betragen. Die Frankfurter sind so stolz auf ihr Rezept, dass sie der Grünen Sauce am 21. Mai 2007 in Frankfurt-Oberrad sogar ein Denkmal setzten. In sieben kleinen Gewächshäusern aus Plexiglas kann man auf dem Boden den Namen von jeweils einem der berühmten sieben Kräuter lesen. Die Ludwigsburger Künstlerin Olga Schulz hat das Denkmal entworfen.

Hier ist das Rezept für die Frankfurter Grüne Sauce.

Zutaten für vier Personen:

Die Kräuter, insgesamt etwa 300 Gramm, werden sehr fein gehackt, das hartgekochte Eigelb wird unter die saure Sahne gemischt und durch ein Sieb passiert. Die Mischung wird mit Öl, Essig, Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen verrührt und mit einer kleinen Prise Zucker abgeschmeckt. Auf das Passieren kann man verzichten, wenn man die gekochten Eigelbe schon vorher mit dem Öl gut zerdrückt. Anschließend muss die Sauce mindestens eine Stunde kühl gestellt werden und ziehen. Am besten schmeckt die Frankfurter Grüne Sauce zu frischen Pellkartoffeln.

Es gibt inzwischen zahlreiche Abwandlungen zum Originalrezept. Bei der Kasseler Grünen Sauce werden zum Beispiel Kerbel und Kresse durch Dill und Melissenblätter ersetzt. Als Basis der Kasseler Grünen Sauce verwendet man Schmand und saure Sahne im Verhältnis 1:3 oder 1:4. Die gekochten Eier werden gehackt und mit dem gehackten Kräutern und ein wenig Essig und Öl in das Sahne-Schmand-Gemisch gerührt. Abgeschmeckt wird ebenfalls mit Salz und Pfeffer.

Selbstverständlich ist auch dieses Rezept kein Dogma. Es lohnt sich, eigene Kompositionen auszuprobieren, und das Rezept an den individuellen Geschmack anzupassen.

Übrigens sind Varianten der Grünen Sauce auch in anderen Ländern bekannt, in Italien die Salsa verde, in Frankreich die Sauce verte und auf den Kanaren die Mojo verde.

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