Das Salz in der Suppe

Salz – die weißen Kristalle sind für wenige Cent in jedem Supermarkt zu haben und gehören für uns ganz selbstverständlich zum Alltag. Dabei war Salz im Altertum eine Kostbarkeit. Es wurde als weißes Gold bezeichnet und mancherorts wurde Sold oder Lohn in Salz ausgezahlt. Daher stammt das Wort Salär. Sprichworte, Legenden und Märchen preisen das Salz. Jeder weiß, wie wichtig das Salz in der Suppe ist oder ist vor Schreck schon mal zur Salzsäule erstarrt.

Foto: Salz aus dem Meer

Salz aus dem Meer. Foto: www.pixelio.de/©cameraobscura

Salz wird auf verschiedene Weise gewonnen. Bereits im Altertum wurde Meerwasser in flachen Teichen, sogenannten Salzgärten, gesammelt, wo es in der Sonne verdunstete. Zurück blieb das kristallisierte Meersalz. Gegenwärtig werden etwa 20 Prozent der Weltproduktion an Salz aus Meerwasser gewonnen. Weitere 65 Prozent des Salzes werden in Salinen gewonnen. Dabei werden die Salzlagerstätten angebohrt, und Wasser wird hineingeleitet. Die austretende Salzlösung, die Sole, wird anschließend eingedampft. Das so gewonnene Salz besitzt einen Reinheitsgrad von über 98 Prozent. Steinsalz wird unter Tage in Blöcke gebrochen und bergmännisch abgebaut. Der Löwenanteil der Salzproduktion wandert allerdings in die Industrie. Nur ein sehr geringer Anteil wird zu Speisesalz weiterverarbeitet.

Speisesalz oder Kochsalz dient nicht nur zum Würzen, sondern auch zum Konservieren von Lebensmitteln, bekannte Beispiele sind Salzgurken, Salzheringe und Pökelfleisch. Aus gutem Grund wird Gemüse im Salzwasser gekocht. Salz macht die Zellwände durchlässig, und verkürzt dadurch die Garzeit. Wichtige Inhaltsstoffe bleiben so besser erhalten.

Foto: Salinen - Salzgewinnung

Salinen - Salzgewinnung. Foto: www.pixelio.de/©manwalk

Leider ist das lebenswichtige Salz etwas in Verruf geraten. Zuviel Salz soll den Blutdruck erhöhen und auf Grund der Wassereinlagerungen im Körper zu einer Schädigung der Nieren führen. Aber wie viel ist zu Viel? Etwa fünf bis zehn Gramm Salz braucht unser Körper täglich, um gut zu funktionieren. Vieles davon nehmen wir über Nahrungsmittel auf. Brot, Wurst, Fertiggerichte und auch Knabbereien wie Chips enthalten Salz. Trotzdem brauchen gesunde Menschen beim Würzen mit Salz nicht übervorsichtig zu sein. Da das Geschmacksempfinden jedoch sehr unterschiedlich ist, empfiehlt es sich, lieber mit wenig Salz zu kochen und individuell nachzuwürzen. Wer mit Jod angereichertes Salz verwendet, beugt einem durch Jodmangel verursachten Kropf vor. Mit Fluorid versetztes Salz unterstützt die Kariesprophylaxe. Außer dem ganz normalem Kochsalz gibt es für verschiedene Gerichte auch zahlreiche Salzmischungen wie Kräutersalz, Grill Gewürzsalz, Asia Gewürzsalz, Jodiertes Kräutersalz, Toskana Gewürzsalz, Tomaten-Mozarella-Salz und Pommes-Salz.

Informationen zum Artikel:

Weitere Artikel zum Thema:

Weiterblättern im Blog:

Einen Kommentar schreiben

Hinweis: Ihr Kommentar wird vor der Freischaltung von uns auf SPAM geprüft.