Mit Thymian ohne Husten durch den Herbst
Der Herbst bringt uns leider nicht nur den Altweibersommer, sondern auch nasse und kühle Tage. In dieser Zeit haben Erkältungsviren ein leichtes Spiel. Wenn nächtliche Hustenanfälle und eine verstopfte Nase den Schlaf rauben, verzeichnen Apotheken einen reißenden Absatz an Hustensäften und Nasensalben.

Foto: pixelio.de/©Etak
Aber ein gründlicher Blick in das Gewürzregal von Naturideen.de erspart in vielen Fällen den Gang zur Apotheke. Thymian gilt schon seit der Antike als Heilmittel gegen Husten und andere Erkrankungen der Atemwege. Auch der deutsche Botaniker und Mediziner Leonhart Fuchs beschrieb 1543 in seinem Kräuterbuch Thymian-Tee als Mittel gegen Husten und schweres Atmen. Auch Hildegard von Bingen empfahl das Heilkraut bei Keuchhusten und Asthma. In der gegenwärtigen Zeit besinnen wir uns wieder auf solche natürlichen Heilmittel. Nicht zuletzt deshalb wurde der Thymian 2006 vom Würzburger Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde zur Heilpflanze des Jahres erklärt.
Gärtner und Botaniker kennen mehrere hundert verschiedene Thymianarten, aber nur etwa zwanzig davon werden als Heil- und Gewürzpflanze angebaut. Je nach Gattung variieren die Anteile der Inhaltsstoffe, doch die Hauptbestandteile sind die ätherischen Öle Thymol und Carvacrol. Sie wirken krampflösend, schleimlösend, fördern das Abhusten und machen Thymian zu einem gut verträglichen und nebenwirkungsfreien Heilmittel gegen Bronchitis. Außerdem enthält der krautige Halbstrauch noch Gerbstoffe, Flavone und Phenolcarbonsäuren. Diese wirken wachstumshemmend auf Pilze, Viren und Bakterien und helfen so gegen Entzündungen. Deshalb eignet sich Thymian auch zum Gurgeln bei Zahnfleischentzündungen. (Siehe auch den Artikel “Grüner Tee verbessert die Wirkung von Antibiotika“)
Thymian ist Bestandteil verschiedener Kräuterteemischungen, die man auch in Reformhäusern kaufen kann. Für reinen Thymian-Tee übergießt man ein bis zwei Teelöffel Thymiankraut mit einem viertel Liter kochendem Wasser, lässt den Aufguss zehn Minuten ziehen und süßt mit einem Löffel Honig. Bei Husten trinkt man mehrmals täglich eine Tasse davon. Ungesüßt wirkt der Tee bei Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen.
Einen Liter Thymian-Tee kann man auch dem Badewasser zusetzen und hat ein preiswertes Erkältungsbad.
Aber Thymian ist nicht nur als Heilkraut, sondern auch als Gewürz beliebt. Wer den Geschmack und den Geruch von Thymian mag, kann einmal diesen ausgefallenen Brotaufstrich probieren.
Man verrührt einen Esslöffel Honig und einen Teelöffel fein zerkleinerten frischen Thymian mit einer Prise Salz und 250 Gramm zimmerwarmer, weicher Butter. Die Masse formt man zu einer Rolle, wickelt sie in Folie oder Butterbrotpapier und lässt sie im Kühlschrank fest werden. Diese Honig-Thymian-Butter ist eine schmackhafte Alternative zu herkömmlicher Kräuterbutter.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Dienstag, den 23. September 2008
- Kategorie: Gewürze und Gesundheit, Gewürze-ABC
- Tags: Gewürz, Kräuter, Salz, Thymian
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Am 5. Dezember 2011 um 16:32 Uhr
kann man Thymiantee vorbeugend und regelmäßig (täglich) trinken?
Am 7. Dezember 2011 um 06:52 Uhr
Hallo Elfi,
Thymiantee kann man gerne in einer 14-tägigen Kur trinken und sollte dann wieder eine zeitlang etwas anderes trinken, damit die Ernährung nicht zu einseitig wird.