Rezept für Lebkuchen

Nun ist es wieder so weit, die Adventszeit mit Weihnachtsmärkten, geschmückten Fenstern und dem unverwechselbaren Duft von Zimt, Anis und Nelken steht unmittelbar bevor. Auch die Lebkuchen mit ihrem unverwechselbaren Geschmack gehören zur Weihnachtszeit.

Dabei war das nicht immer so. Die Römer genossen ihren panus mellitus, den mit Honig überzogenen Kuchen, zum Beispiel schon rund dreihundert Jahre vor unserer Zeitrechnung auch zu Ostern als Fastenspeise.

Foto: Lebkuchenherzen

Foto: Lebkuchenherzen / Foto wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht.

So wie wir den Lebkuchen heute kennen, gibt es ihn etwa seit dem 12. Jahrhundert. Die ersten wurden in Dinant in Belgien gebacken, aber bekannt machte ihn die Stadt Aachen. Noch heute lassen wir uns die berühmten Aachener Printen schmecken. Später wurde der Lebkuchen vor allem in den Klöstern um Nürnberg und Ulm gebacken, und zwar nicht nur wegen seines ausgezeichneten Geschmacks, sondern auch wegen seiner langen Haltbarkeit. Das Gebäck konnte für Notzeiten gelagert werden.

Es ist nicht verwunderlich, dass besonders die Städte Basel, Köln, München, Nürnberg, Pulsnitz und Ulm eine lange Lebkuchentradition haben. Sie liegen alle an den alten Handelsstraßen, auf denen die seltenen fremdländischen Gewürze transportiert wurden, die in den Teig gehören.

Bis in unsere Zeit haben sich die verschiedenen Formen und Zubereitungsarten der Lebkuchen erhalten. Die Nürnberger Lebkuchen enthalten Orangeat und Zitronat, Mandeln oder Nüsse und werden auf Oblaten gebacken. Die Aachener Printen hingegen werden in Formen gebacken und nicht mit Honig, sondern mit Rübensirup gesüßt. Die Pulsnitzer Pfefferkuchen hingegen sind traditionell gefüllt und mit Schokolade überzogen. Die Bentheimer Moppen sind kleine Gewürzkekse mit Kümmel. Auch in unseren Nachbarländern hat die Lebkuchenbäckerei eine lange Geschichte. Bekannt sind die Baseler Leckerli aus der Schweiz und die Thorner Kathrinchen aus Polen.

Natürlich schwört jeder Lebkuchenbäcker auf sein Rezept. Das folgende lässt sich ebenfalls gut abwandeln und dem eigenen Geschmack anpassen.

Rezept für Lebkuchen:

Zutaten:

  • 350 g Honig
  • 250 g Zucker
  • 2–3 Esslöffel Wasser
  • 550 g Weizen- oder Roggenmehl
  • 20 g Lebkuchengewürz
  • 100 g gehackte Mandeln
  • 100 g Zitronat
  • 100 g Orangeat
  • 1–2 Esslöffel Schlagsahne
  • 12 g Pottasche

Zubereitung:

Honig, Zucker und Wasser im Wasserbad rühren, bis eine einheitliche Masse entsteht. Mehl und Lebkuchengewürz zu der abgekühlten Masse geben und kneten, bis ein glatter Teig entsteht, anschließend die gehackten Mandeln und das zerkleinerte Orangeat und Zitronat einarbeiten die Pottasche in der Sahne auflösen und ebenfalls einarbeiten den Teig mindestens eine Nacht ruhen lassen. Teig ausrollen und ausstechen und bei 180 Grad ungefähr 20 Minuten, eventuell auch kürzer, backen die fertigen Lebkuchen mit Zucker- oder Schokoguss und Mandeln, Nüssen oder Zuckerperlen verzieren.

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