Die Ringelblume – Heilpflanze des Jahres 2009

Foto: Die Ringelblume - Heilpflanze des Jahres 2009

Foto: Ringelblume im Garten / Foto wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht.

Zum 19. Mal wurde die Heilpflanze des Jahres gekürt. Der Naturheilkundeverein Theophrastus (NHV) teilte diese Ehre für dieses Jahr der Ringelblume zu, eine einjährige, krautartige, bis zu 50 cm hohe Pflanze, die der Familie der Korbblütler (Asteraceae) angehört. Im Mittelmeerraum, ihrer ursprüngliche Heimat, gedeiht die Ringelblume am besten auf nährstoffreichen Lockerböden. In Kultur ist sie auch bei uns weit verbreitet und man findet sie meist im eigenen Garten oder auf Friedhöfen. Sie wurde zum Zeichen des ewigen Lebens und ist berühmt für ihre schier unerschöpfliche Wuchs- und Blühkraft.

Ihre Blätter sind behaart und bis zu 12 cm lang und ihre in etwa 4 cm großen Blüten zeigt die Ringelblume meist während der warmen Jahreszeit von Juni bis Oktober. Die Farbe der Blütenblätter variiert zwischen sanften Gelbtönen bis hin zu kräftigen Orangenuancen. Ihr lateinischer Name „Calendula officinalis“ stammt von dem Wort „Kalender“, dem ersten Tag des altrömischen Monats. Früher dachte man, dass sie immer an genau diesem Tag zum Blühen anfängt. Die Herkunft der deutschen Bezeichnung „Ringelblume“ lässt sich anhand ihrer Samen erklären. Diese ringeln sich kurz nach dem Abwelken der Blüte ein.
Bekannt ist die Ringelblume heute aber auch unter einer ganzen Reihe von anderen Namen, darunter Begriffe wie Gartendotterblume, Butterblume, Regenblume, Rinderblume, Monatsblume, Goldblume, Studentenblume, Warzenblume, Sonnenwende oder Ringelrose, aber auch weniger schmeichelnde Bezeichnungen wie Stinkblume (augrund ihres herben Geruchs) oder Totenblume (wegen ihrem beliebten Einsatz auf Gräbern).

Die Ringelblume ist aber nicht nur pflegeleicht und schön, sondern auch ausgesprochen heilsam. Äußerlichen angewandt helfen die getrockneten Ringelblumenblüten verarbeitet in Form von Salben, Tinkturen und Ölen gegen eine Vielzahl an Hauterkrankungen, so zum Beispiel bei Ausschlägen und Jucken oder bei schlecht heilenden Wunden oder Geschwüren sowie bei Entzündungen der Haut oder des Rachenraums.
Gesund ist auch der mit den Blüten der Ringelblume zubereitete Heilkräuter Tee. Er soll Bauchkrämpfe, Menstruationsschmerzen, Gallen- und Leberbeschwerden lindern. Auch bei Leberleiden kommt das Naturheilmittel zum Einsatz. Außerdem werden die gesunden Blüten in der Lebensmittelindustrie als Farbstoff verwendet (unter anderem für Butter oder Käse) und sie sind in etlichen Kosmetika enthalten.

Eine besonders vielfältige Blume, die den Titel „Heilpflanze des Jahres“ auf jeden Fall verdient hat!

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