Im März hat der Bärlauch Saison

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen beginnt nicht nur die Saison der Schneeglöckchen, Krokusse und Narzissen. Versierte Kräuterköche wissen: Es ist wieder Bärlauchzeit.

Foto: Bärlauch zur Blütezeit

Foto: Bärlauch zur Blütezeit | Fotograf: Klaus Gebhart | Lizenzstatus: de:GNU Freie Dokumentationslizenz.

Bärlauch wächst besonders oft in Buchenwäldern, aber auch in anderen Laubwäldern unter Ahorn, Eschen, Ulmen und Eichen ist er zu finden. Er bevorzugt lockere, feuchte Lehmböden mit einem hohen Humusanteil. Je nach Witterung erscheinen Mitte Februar bis Mitte März die ersten Blätter. Die krautige Pflanze wird zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch und hat lanzettförmige Laubblätter mit dünnen Stielen. Sie gehört zur Familie der Lauchgewächse und ist damit ein Verwandter von Knoblauch, Schnittlauch und der Zwiebel. Im April blüht der Bärlauch mit hübschen weißen sternförmigen Blüten, die eine Dolde bilden. Leider ist dann die Erntezeit auch schon wieder vorbei, denn die Blätter werden bitter und schmecken nicht mehr.

Foto: Bärlauch (Allium ursinum)

Foto: Bärlauch (Allium ursinum) | Fotograf: Lisa Carter | Lizenzstatus: GNU Freie Dokumentationslizenz.

Beim Sammeln ist allerdings etwas Vorsicht geboten, denn die Bärlauchblätter ähneln denen des Maiglöckchens, der Herbstzeitlose und den jungen Blättern des Gefleckten Aronstabes, die noch nicht die typischen Flecken aufweisen. Diese drei Pflanzen sind hochgiftig, lebensgefährliche Vergiftungen können beim versehentlichen Genuss der Blätter auftreten. Aber es gibt ein charakteristisches Unterscheidungsmerkmal. Nur die Blätter des Bärlauchs verbreiten beim Zerreiben zwischen den Fingern den typischen Knoblauchgeruch. Deshalb wird die Pflanze zuweilen auch als wilder Knoblauch bezeichnet. Auch Kräuterkundige sollten sicherheitshalber auf den Geruchstest nicht verzichten!

Der Natur zuliebe sollten nur ein oder zwei Blätter pro Pflanze geerntet werden, damit sich die Zwiebel weiter vermehren kann, und der Bärlauch auch im nächsten Jahr wieder wächst.

Bereits vor 5000 Jahren war Bärlauch bei den Kelten und Germanen als Küchen- und Heilkraut bekannt. Lange Zeit geriet er in Vergessenheit, bis er vor einigen Jahren wieder entdeckt wurde. Gerade in den ersten Frühlingswochen peppt er mit seinem knoblauchartigen Aroma frische Salate auf, er schmeckt gehackt in verschiedenen Suppen, bietet sich als Schnittlauchersatz auf einem Stück Butterbrot an und liefert außerdem eine zusätzliche Portion Vitamin C.

Wer den Bärlauch nicht selbst sammeln mag, findet ihn auch in unserem OnlineShop „Tee- und Gewürzversand Naturideen„.

Seinen ungewöhnlichen Namen hat die Pflanze übrigens, weil Braunbären nach dem Winterschlaf ihren ersten Hunger mit Wurzeln, Gräsern und Kräutern stillen, unter anderem auch mit Bärlauch.

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