Mit Gemüse und Kräutern Ostereier färben

In wenigen Wochen steht das Osterfest vor der Tür und damit die Frage: Soll man die bunten Eier im Supermarkt kaufen oder selbst färben? Wenn man sich für das Färben entscheidet, braucht man nicht unbedingt auf Farben aus der Drogerie zurückgreifen. Viele Kräuter, Tees und auch Gemüse eignen sich dazu und haben den Vorteil, dass auch Allergiker nicht auf die Farbstoffe reagieren, wie das vielleicht bei künstlichen Farben der Fall sein kann.

Foto: Ostereier

Foto: Ostereier - Fotograf: Claudia Hautumm / www.pixelio.de

Rot, Gelb oder Grün, viele Farbnuancen lassen sich mit Gemüse und Früchten ganz natürlich erreichen.
Rote Bete oder Rotkohlblätter geben den Eiern eine rotviolette Färbung, Malventee färbt in einem zarten Rot, Karotten ergeben Orange. Der Saft von Holunderbeeren oder Heidelbeeren ergibt eine blaugraue Farbe. Man kann auch einen Sud aus getrockneten Beeren kochen. Gelb erzielt man mit Kamillenblüten oder heißem Matetee. Kalter Matetee ergibt ein helles Grün. Ein Sud aus Johanniskraut oder Schachtelhalmkraut, beides ist als Tee erhältlich, färbt ebenfalls in einem Gelbgrün. Ein kräftigeres Grün erreicht man mit Spinat oder Petersilie. Kaffee oder Schwarztee färben braun, auch ein Sud aus Zwiebelschalen färbt gelbbraun.

Zum Färben mit Pflanzenmaterial sollte man nur weiße Eier verwenden, da die Farben nicht so kräftig decken wie die handelsüblichen Ostereierfarben. Vor dem Kochen reinigt man die Eier mit Essig, so nehmen die Schalen die Farbe besser an. Essig im Pflanzensud hingegen hellt die Farbe deutlich auf, ein Teelöffel Alaun oder Pottasche intensiviert die Farbe.

Für den Farbsud rechnet man 250 Gramm sehr klein geschnittenes frisches Gemüse, wie Karotten, Rote Bete oder Rotkohl, auf einen Liter Wasser, die Kochzeit beträgt etwa eine halbe Stunde. Kamillenblüten, getrocknete Beeren oder Kräuter und Zwiebelschalen weicht man einige Stunden ein und kocht den Sud etwa eine Stunde. Man braucht circa 20 bis 50 Gramm auf einen Liter Wasser. Anschließend wird der Sud gefiltert. Die Eier können in den heißen Sud gelegt werden, das verkürzt die Färbezeit. Aber wenn Kinder färben, sollte der Sud wegen der Verbrühungsgefahr nur noch lauwarm sein. Im abgekühlten Sud müssen die Eier mindestens eine halbe Stunde liegen, um ein gutes Farbresultat zu erhalten.

Hübsche Effekte erzielt man, wenn man die Eier vor dem Färben mit Zitronensaftkonzentrat betupft. Wattestäbchen eignen sich gut dafür. An diesen Stellen wird die Farbe nicht angenommen und es entstehen weiße Tupfen oder Muster.

Naturfarbstoffe aus Holzspänen und Wurzeln gibt es auch in der Apotheke zu kaufen.

Weiterführente Informationen:
Eier färben mit Gewürzen und Tee
Natürlich Eier färben mit Gewürzen

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