Ayurvedische Ernährungstipps für den Frühling

Nachdem der Frühling nun mit nahezu sommerlichen Temperaturen Einzug gehalten hat, ist es für viele Menschen ein Bedürfnis, auch ihrem Körper wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Sei es, um der Frühjahrsmüdigkeit ein Schnippchen zu schlagen, ein paar Pfunde Winterspeck loszuwerden und der Bikinifigur wieder näher zu kommen oder ganz allgemein der Gesundheit zuliebe.

Ayurveda, eine sehr alte Gesundheitslehre aus Indien, kann dabei helfen. Selbst wer keine komplette Kur machen kann oder möchte, findet in den ayurvedischen Ernährungsregeln Tipps, die sich leicht in den Alltag einbauen lassen.
In der ayurvedischen Lehre ist der Frühling geprägt von Wärme, Schwere und Feuchtigkeit.
Deshalb empfiehlt die Ayurveda-Lehre im Frühling warme, leichte, gut gewürzte Speisen mit herbem, bitterem oder scharfem Geschmack. Gut geeignet sind Salate, zum Beispiel Endivien, Rauke oder Chicorée und Wildkräuter wie Brennnessel, Bärlauch und Löwenzahn. Sie stärken mit ihren Bitterstoffen Magen und Leber, bringen also „Agni“, das Verdauungsfeuer, wieder zum Brennen. Auch scharfes Gemüse, Zwiebeln, Radieschen und Rettich oder Knoblauch wirken sich positiv auf die Verdauung aus. Pfeffer, Chili, Ingwer und Kurkuma sorgen ebenfalls für Schärfe und Wärme. Dabei kommt dem Ingwer eine besondere Bedeutung zu, er dient nicht nur zum Würzen, sondern auch zur Herstellung von Ingwerwasser. Dazu lässt man zwei bis drei Scheiben frischen Ingwer in einem Liter heißen Wasser zehn Minuten ziehen. Das Ingwerwasser wird in einer Thermoskanne warm gehalten und über den Tag verteilt getrunken. Es wärmt nicht nur an kühleren Tagen, sondern hellt auch die Stimmung auf. Mit einer Prise Zimt kann man die Wirkung noch verstärken. Auch abgekochtes, warmes Wasser oder warmer Kräutertee werden als Durstlöscher empfohlen.

Zum Frühstück sollte man auf schwer Verdauliches und Kaltes, auch auf Milch oder Milchprodukte, verzichten. Getreidebreie, beispielsweise Haferflocken mit gedünstetem Obst sind leicht verdaulich und liefern ausreichend Energie und auch Ballaststoffe.

Zum Mittagessen ist Reis die erste Wahl. Er entwässert den Körper und ist ebenfalls leicht verdaulich. Auch Kartoffeln, Pastinaken, Porree und Karotten schmecken hervorragend. Auf Fleisch braucht man nicht gänzlich verzichten, sollte aber magere Sorten wie Huhn, Pute, Kaninchen oder Wild bevorzugen.

Als Abendbrot werden leichte, warme Suppen empfohlen.

Auch wer den fernöstlichen Gesundheitslehren eher skeptisch gegenübersteht, kann mit diesen Tipps nichts verkehrt machen, wurde doch die positive Wirkung der vorgeschlagenen Gewürze und Speisen in der europäischen Medizin und Naturheilkunde ebenfalls bestätigt.

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