Dill – ein beliebtes Küchenkraut

Dill gehört neben Schnittlauch, Petersilie und Kresse zu den ersten frischen Kräutern, mit denen man jetzt Salat, Kräuterquark und Kräuterbutter eine frische Geschmacksnote und eine zusätzliche Portion Vitamin C verleihen kann. Am besten schmecken die zarten Dillspitzen natürlich frisch gepflückt, deshalb lohnt es sich, den Doldenblütler jetzt im Garten direkt ins Freiland zu säen. Nach spätestens vierzehn Tagen keimt der Dill und schon nach fünf bis sechs Wochen kann man die ersten Spitzen pflücken. Braucht man nur das Dillkraut, kann man bis in den August hinein immer wieder Folgesaaten ausbringen. Will man aber die Blütendolden oder Dillkörner ernten, zum Beispiel als Gewürz für Einlegegurken, ist der letzte Saattermin im Juni, damit die Samen ausreifen können. Wer keinen Garten besitzt, braucht auf frischen Dill nicht zu verzichten. Die Anzucht klappt auch in Blumentöpfen oder Balkonkästen.

Foto: DillDill
Fotograf: wrw / pixelio.de

Dill stellt keine großen Ansprüche. Er gedeiht an sonnigen oder halbschattigen Standorten und auf lockeren kalkhaltigen Böden. Dill braucht Feuchtigkeit, Staunässe verträgt er aber nicht. Dillkraut ist einjährig, das heißt, er müsste eigentlich jedes Jahr neu ausgesät werden. Die Mühe kann man sich sparen, wenn man einfach ein paar Dillpflanzen über das Beet verteilt stehen lässt. Die reifen Dillkörner säen sich dann selbst aus und wachsen im nächsten Jahr zu neuen Pflanzen heran.

Als Gewürz ist Dill außerordentlich vielseitig. Frischer gehackter Dill passt zu Tomaten-, Gurken- und Eiersalaten, man kann ihn über Salzkartoffeln und Suppen streuen, er gehört in Tsatsiki und zu Graved Lachs, ergänzt als Dillsauce Kochfischgerichte, dient zur Herstellung von Speiseölen und Essig und schmeckt auch einfach auf einem Butterbrot.

Die Blütendolden des Dills sind ein beliebtes Einlegegewürz für Gurken, Zwiebeln oder Mix Pickles. Deshalb ist Dill auch unter dem Namen Gurkenkraut bekannt. Die Dillkörner ähneln vom Geschmack her Anis und Kümmel und sind ebenfalls zum Einlegen und auch als Kümmelersatz geeignet.

Doch auch als Heilkraut ist der Dill seit Jahrhunderten beliebt. Für einen Tee werden fünf Gramm Dillsamen mit kochendem Wasser überbrüht und nach sechs Minuten abgeseiht. Der Tee hilft bei Blähungen und lindert Magen-und Darmkrämpfe. Auch auf einen nervösen Magen wirkt der Dillaufguss beruhigend. Ein altes Hausmittel bei Schlaflosigkeit ist ein Glas Dillwein. Ein Teelöffel voll Dillsamen wird mit einer Tasse erhitztem Weißwein übergossen. Der Dillwein muss eine kurze Zeit ziehen, wird anschließend abgegossen und schlückchenweise getrunken. So gelangt man ganz sicher ins Reich der Träume.

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