Essbare Blüten – dekorativ und lecker

Nun, da die Schafskälte überstanden ist, und die Hoffnung auf warme Sommernächte wächst, ist es wieder an der Zeit, Sommernachts-Gartenpartys zu organisieren. Und wie jedes Jahr erhebt sich die Frage: Wie kann man das Büfett optisch, und natürlich auch kulinarisch, aufpeppen?

Die Antwort liefert der Garten selbst. Viele der angebauten Blumen haben dekorative, essbare Blüten und sogar einige Pflanzen, die der Gärtner eher als Unkraut bezeichnet, sind essbar.

Das beste Beispiel ist das Gänseblümchen. Die zarten weiß-rosa Blüten sind vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst zum Nulltarif zu haben. Eine Handvoll davon macht einen ganz normalen grünen Salat zu etwas Besonderem. Auch für andere Salate oder eine Platte mit Schnittchen sind die kleinen Blüten nicht nur eine hübsche Dekoration, sie regen auch den Stoffwechsel an. Die Gänseblümchenblüten schmecken süßlich-nussig und eignen sich daher auch zum Verzieren von Desserts und Gebäck.

Auch die lilafarbenen Schnittlauchblüten sehen sehr apart aus. Sie sind würziger als die Halme, ein leicht bitterer Geschmack wird durch den enthaltenen süßen Blütennektar kompensiert. Schnittlauchblüten eignen sich hervorragend als essbare Deko für Grillsteaks, machen sich aber auch gut im Kartoffelsalat. Die blauen Blüten des Borretsch sind ebenfalls sehr dekorativ. In Eiswürfel eingefroren, verzieren sie Cocktails oder auch Eistee und Mineralwasser auf ungewöhnliche Weise.

Wem die blaue Farbe nicht gefällt, der kann natürlich auch die Blüten der Kapuzinerkresse verwenden. Mit ihren leuchtenden Blüten in Orange und Gelb sind sie ebenfalls fröhliche Farbtupfer auf einem sommerlichen Büfett. Besonders lecker sind mit Frischkäse gefüllte Blüten, weil ihr pfeffriger Geschmack den milden Geschmack des Käses gut ergänzt.

Auch die großen gelben Blüten der Zucchini – von denen jeder Gemüsegärtner mehr als genug hat – eignen sich ausgezeichnet zum Füllen. Die Blütenstempel und Staubgefäße müssen vorher entfernt werden, zum Füllen eignen sich Frischkäse oder Hüttenkäse, aber auch gestampfte Kartoffel und Parmesan oder Hackfleisch. Die Füllung wird mit Kräutern, Salz und Pfeffer ganz nach dem persönlichen Geschmack gewürzt. Die Blüten werden nun verschlossen, indem man die Blütenblätter zusammendreht und in einer Auflaufform überbacken.

Noch viele andere Blüten sind essbar, kandierte Veilchen waren schon im Altertum eine beliebte Leckerei. Auch Rosenblätter lassen sich kandieren, sie eignen sich ebenfalls als Zusatz in Wein, Wasser und Tee, und ebenso wie Lavendelblüten zum Aromatisieren von Zucker. Aus Löwenzahnblüten lässt sich ein cremiger Brotaufstrich herstellen, der im Geschmack ein bisschen an Honig erinnert. Aus Holunderblüten kann man ebenfalls einen Brotaufstrich, aber auch Sirup zubereiten.

Selbstverständlich müssen die Blüten frei von Pestiziden sein.

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Eine Reaktion zu “ Essbare Blüten – dekorativ und lecker ”

  1. Marcel Thiele

    Auch die Dahlienblüte erfreut immer mehr in der Herbstlichen Salatküche, eine mystische Pflanze mit ihrem Ursprung im fernen Mexico, als Tobinambur-ähnliche Knolle kam sie nach Europa und verkümmerte als Zierpflanze dessen mystische Wirkung noch heute von französischen Bauern praktiziert wird und die Tiere gesund hält. Schmackhaft lecker im Salat sind die gezupften Blütenblätter!

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