Schwarzkümmel – das Heilkraut der Pharaonen

Wer türkisches Fladenbrot als Beilage für Gyros mag, hat sich vielleicht schon einmal gefragt, womit das Brot eigentlich bestreut ist. Die dunklen, schwarzbraunen Körnchen mit dem aromatischen Geschmack sind der Samen von Echtem Schwarzkümmel.

Foto: Echter SchwarzkümmelEchter Schwarzkümmel
Fotograf: Denis Barthel, veröffentlicht unter der GNU Free Documentation License.

Bereits im alten Ägypten war Schwarzkümmel ein bekanntes Heilmittel. Nofretete soll sich mit Schwarzkümmelöl gesalbt haben, und in der Grabkammer von Pharao Tutenchamun wurde ein Fläschchen davon als Grabbeigabe gefunden. Auch Hippokrates, der berühmte Arzt der Antike, setzte Schwarzkümmel gegen vielerlei Beschwerden ein. Nicht umsonst lautet der arabische Pflanzename Habbah al-baraka, übersetzt heißt das segensreicher Samen.

Heute weiß man, zu den wesentlichsten Inhaltstoffen gehören viele wichtige Aminosäuren, ätherische Öle und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Zum Beispiel wirkt das ätherische Öl Nigelon Semohiprepinon lindernd bei Bronchialasthma und Keuchhusten, wie eine Studie der Berliner Charité nachgewiesen hat. Ebenso wird Schwarzkümmelöl bei Neurodermitis und Schuppenflechte sowie bei Pollenallergien eingesetzt. Die entzündungshemmende Wirkung wurde durch Forscher des King’s College in London nachgewiesen. Seit etwa zehn Jahren gehört der Schwarzkümmel deshalb zu den in der Naturheilkunde am häufigsten verwendeten Heilpflanzen. Er wird in als Öl zum Einreiben und als Kapsel zum Einnehmen angeboten.

Mit dem uns bekannten Kümmel ist der Schwarzkümmel übrigens nicht verwandt. Schwarzkümmel gehört zu den Hahnenfußgewächsen, sein botanischer Name lautet Nigella sativa. Angebaut wird die einjährige krautige Pflanze vor allem in Ägypten, aber auch in Westasien, Indien und Südeuropa gedeiht er. Auch der typische Kümmelgeschmack fehlt dem Schwarzkümmel. Die kleinen Körnchen schmecken nussig-aromatisch mit einer leichten Schärfe. Wie bei vielen anderen Gewürzen kann man den Geschmack durch Rösten intensivieren. Schwarzkümmel eignet sich als Brotgewürz, ist Bestandteil verschiedener Gewürzmischungen, und ergänzt sich hervorragend mit Koriander und Nelken, aber auch mit Thymian und Bohnenkraut. Wegen seiner antibakteriellen Wirkung wird er gern zum Einlegen von Gemüse verwendet, um die Haltbarkeit zu verlängern.

Aus Schwarzkümmel gebrühter Tee hilft bei Verdauungsbeschwerden, man überbrüht einen Esslöffel Samen mit 250 Milliliter Wasser und lässt den Tee eine Viertelstunde ziehen.
Sogar Kaffee kann man mit gemahlenem Schwarzkümmel würzen. Eine Prise verleiht auch dem Kaffee einen orientalischen Geschmack.

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Eine Reaktion zu “ Schwarzkümmel – das Heilkraut der Pharaonen ”

  1. Sarah

    Schwarzkümmelöl ist eine echte Entdeckung, sowohl als Nahrungsergänzung als auch für die äussere Anwendung.

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