Nicht alle Minzen sind Pfefferminze

Die Temperaturen der vergangenen Julitage ließen eher an den Herbst als an den Sommer denken, und eine Tasse heißer Tee aus Pfefferminzblätter war durchaus willkommen.

Doch außer der Pfefferminze gibt es noch zahlreiche weitere Sorten, die meist nach ihrem Geschmack benannt werden. Dennoch ist in Deutschland die Pfefferminze wohl am meisten verbreitet, in der Pfalz und in Thüringen wird sie sogar gewerblich angebaut. Botanisch gesehen gehören die Minzen zu der Familie der Lippenblütler, sie sind winterharte, krautige Pflanzen, die sich durch unterirdische Ausläufer rasch vermehren. Im Garten sollten sie an einem sonnigen Platz stehen. Wer gerne mit Gartenkräutern experimentiert, wird vielleicht auch diese verschiedenen Minze-Sorten anbauen wollen.

Foto: PfefferminzePfefferminze
Urheber: Sten Porse, veröffentlicht unter der GNU Free Documentation License.

Am bekanntesten sind die Pfefferminzen. Es gibt zahlreiche Sorten, die Bayerische und die Thüringer Pfefferminze, Agnes, Pluto, Persephone und Mitcham, um nur einige zu nennen. Gemeinsam ist ihnen ihr hoher Mentholgehalt, der für den typischen Pfefferminzgeschmack sorgt. Der Duft frischer zerriebener Pfefferminzblätter ist unverwechselbar, er vertreibt Kopfschmerzen und befreit die Atemwege. Als Eis Tee wirkt Pfefferminze sehr erfrischend, für ein sommerliches Getränk reichen aber auch zwei bis drei Minze-Stängel in einem Krug Wasser.
Die bekannte englische Mintsauce ist ebenfalls schnell zubereitet. Hierfür wird die Krauseminze (Nana Minze) verwendet, die kein Menthol enthält. Ein viertel Liter Malzessig und 150 Gramm Honig werden erhitzt, bis sich der Honig im Essig löst. Unter die Lösung rührt man eine Tasse sehr feingehackte Pfefferminzblätter. Die Sauce wird kalt serviert und schmeckt hervorragend zu Lammbraten, aber auch zu Roastbeef. Pfefferminze passt auch gut in ein Joghurt-Dressing für Blattsalate.
Eine Besonderheit unter den Pfefferminzen ist die Schokominze, die nach Schokolade mit Mintcreme schmeckt und riecht. Ein paar fein gehackte Blättchen verleihen Obstsalaten und Desserts ein ganz besonderes Aroma.

Weiterhin gibt es noch die Fruchtminzen. Zu ihnen gehören unter anderem Apfelminze, Orangenminze, Zitronenminze und Erdbeerminze, die vom Geruch und Geschmack her an diese Früchte erinnern. Ausnahmen sind die Ananas-Minze, die eher nach Bitter-Lemon schmeckt und die Limonenminze mit Bergamotte-Aroma. Fruchtminzen enthalten deutlich weniger Menthol als Pfefferminzen. Deshalb sind sie besonders als Zugabe für Frucht-Desserts und Bowlen geeignet und natürlich für Teemischungen. Fruchtminzen mit ihren hübsch gefärbten Blättern sind ein Blickfang im Kräutergarten und verbreiten einen angenehmen Duft.

Einige Minze-Sorten eignen sich weniger für die Küche, aber da sie stark duften, sind sie ideale Badezusätze, zum Beispiel die Lavendelminze.

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