Zimt – das wärmende Gewürz

Zimt ist ein typisches Herbst- und Wintergewürz, obwohl man ihn natürlich das ganze Jahr über verwenden kann. Aber der aromatische, leicht holzige und doch süße Geschmack und sein unverwechselbarer Duft machen ihn unentbehrlich im Glühwein, bei der Weihnachtsbäckerei und auch in vielen Desserts.

Foto: Zimtstangen vom Ceylon-ZimtbaumZimtstangen vom Ceylon-Zimtbaum
Fotograf: Lviatour, veröffentlicht unter der GNU Free Documentation License.

Bereits vor fünftausend Jahren soll Zimt in China als Gewürz bekannt gewesen sein, belegt ist die Verwendung von Zimt in Ägypten zur Zeit der Pharaonen. Auch die Römer und Griechen der Antike würzten ihren Wein und ihre Speisen mit Zimt. Im Mittelalter galt Zimt in Europa, wie viele andere exotische Gewürze auch, als Statussymbol und war beinahe unbezahlbar. Seine Herkunft war ein Geheimnis, das von den arabischen Händlern und den Zwischenhändlern in Venedig streng gehütet wurde. Erst als der Portugiese Vasco da Gama 1497 den Seeweg nach Indien, und damit die Heimat der sagenumwobenen Gewürze entdeckte, war das Gewürzmonopol der Araber und Venezianer gebrochen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Zimt dann nur noch eines von vielen Gewürzen, das sich jeder leisten konnte.

Gewonnen wird Zimt aus der Rinde des Echten Zimtbaumes, der in den Ländern rund um den Indischen Ozean angebaut wird, hauptsächlich in Sri Lanka, dem früheren Ceylon. Deshalb wird der Zimt aus dieser Region auch als Ceylon-Zimt bezeichnet. Es gibt noch eine weitere Art des Zimtbaumes, der in China und Vietnam beheimatet ist, der sogenannte China-Zimtbaum. Manchmal wird er auch als Zimtkassie bezeichnet. Zur Familie der Lorbeergewächse gehören beide.

Auch aus der Rinde des Chinesischen Zimtbaumes werden durch Trocknen die Zimtstangen gewonnen. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied bei den Inhaltsstoffen. Beide enthalten Zimtöl, das dem Gewürz das warme und süße Aroma verleiht. Ceylon-Zimtstangen enthält als weiteren Aroma-Stoff Eugenol, das zum Beispiel auch in Gewürznelken vorkommt. Kassia-Zimt hingegen enthält, wie der Waldmeister, Cumarin, das in großen Mengen als gesundheitlich bedenklich gilt. Als Stangenzimt lassen sich die beiden Zimtarten einfach unterscheiden. Die Rinde des Ceylon-Zimts ist sehr dünn, beinahe wie Papier, für ein Zimtröllchen werden mehrere Schichten ineinander geschoben. Kassia-Zimtröllchen bestehen nur aus einer Schicht, die wesentlich dicker ist. Wer gerne und oft mit Zimt würzt, sollte also sicherheitshalber den qualitativ hochwertigeren geschnitten Zimt Ceylon oder den gemahlen Zimt Ceylon verwenden.

Übrigens ist Zimt nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern auch wegen seiner Heilwirkung so beliebt. Er wirkt antibakteriell, schleimlösend und durchblutungsfördernd und ist somit ein wohlschmeckendes Mittel gegen einen kratzenden Hals und Hustenattacken.

2 Reaktionen zu “ Zimt – das wärmende Gewürz ”

  1. Dora Schweitzer

    Hallo,

    ich möchte gerne wissen, wie lange gemahlener Zimt haltbar ist. Leider konnte ich bei der Suche im Internet bisher keine Angaben darüber finden.

    Über eine baldige kompetente Rückmeldung (bitte mit Angabe der Auskunftstelle) würde ich mich freuen und bedanke mich bereits im Voraus.

    Mit vorweihnachtlichen Grüßen
    Dora Schweitzer

  2. Manuela

    Hallo Dora,

    gemahlener Zimt ist wie die meisten trockenen gemahlenen Gewürze 2-3 Jahre haltbar.

    Gruß
    Manuela

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