Pastinaken – ein altes Wintergemüse neu entdeckt

Kohlrübeneintopf, Selleriesalat, Rosenkohlgemüse, Wirsing mit Mettenden, alle diese Gerichte erfreuen sich im Herbst und Winter großer Beliebtheit, aber manchmal möchte man doch neben dem bewährten Wintergemüse etwas Neues ausprobieren.

Wie wäre es da mit Pastinaken? Eine Neuzüchtung ist das Wurzelgemüse zwar nicht, bis zur Mitte des achtzehntes Jahrhunderts waren Pastinaken sogar ein Grundnahrungsmittel. Dann wurden sie in Deutschland immer mehr durch Kartoffeln und Karotten ersetzt und gerieten schließlich ganz in Vergessenheit. Völlig zu Unrecht, denn die Wurzel mit dem süß-würzigen Geschmack ist sehr vielseitig verwendbar und enthält außerdem eine beachtliche Menge an Kalium und Vitamin C. Vor einiger Zeit ist das Wintergemüse nun wieder in die deutschen Küchen eingezogen. Man findet die Pastinakenwurzeln, die einem Rettich verblüffend ähnlich sehen, auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Gemüsegeschäften. Das Wurzelgemüse kann man dünsten, backen, panieren und braten oder es fein raspeln und mit Möhren und Äpfeln zu einem Rohkostsalat verarbeiten.

Hier ist ein Rezept für gebackene Pastinaken.

Für vier Personen benötigt man folgende Zutaten:

  • 800 g Pastinaken
  • 200 g Ricotta oder anderer Frischkäse
  • ein wenig Milch
  • etwas Olivenöl zum Bestreichen
  • Salz und weißer Pfeffer
  • ein Bund Petersilie
  • 2 EL Sesamsaat

Die Pastinaken werden sehr gründlich gewaschen oder dünn geschält und längs halbiert oder auch geviertelt. Danach werden sie mit dem Olivenöl bestrichen und im vorgeheizten Backofen auf einem Blech bei 200 Grad eine halbe Stunde, eventuell auch etwas länger, gebacken, bis sie weich sind. Auf keinen Fall dürfen sie zu lange in der Backröhre bleiben, sie werden sonst bitter.

Inzwischen verrührt man den Frischkäse mit der Milch zu einer glatten Creme und schmeckt diese mit Salz und der klein gehackten Petersilie ab. Wer mag, kann auch noch eine Prise weißen Pfeffer zur Creme geben.

Die Sesamsaat werden ohne Öl in einer heißen Pfanne geröstet, bis sie goldbraun sind. Nun werden die heißen Pastinaken mit Sesamsamen bestreut und zusammen mit der Käsecreme serviert. Die Pastinaken schmecken zu Steak, Wild und Lamm, aber auch als Einzelgericht mit einer Scheibe Körnerbrot.

Pastinaken halten sich im Kühlschrank einige Tage. Sollte nur eine Wurzel übrig geblieben sein, kann man zusammen mit Kartoffeln und Karotten eine Sahne-Cremesuppe kochen, die ebenfalls ganz ausgezeichnet schmeckt.

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