Gewürzmischungen aus aller Welt

Gewürzmischungen sind bei Hobbyköchen beliebt, weil sie die Gewürze für ein bestimmtes Gericht aufeinander abgestimmt und in der richtigen Menge enthalten. Das beste Beispiel ist gerade in der Vorweihnachtszeit das Lebkuchengewürz. Aber welche einzelnen Gewürze sind darin enthalten? Und was unterscheidet die Lebkuchengewürzmischung von der für Spekulatius?

Hier ist ein kurzer Überblick über einige bekannte Gewürzmischungen aus aller Welt, ihre wichtigsten Bestandteile und ihre Verwendung. Da jeder Hersteller für die Mischungen eigene Rezepturen verwendet, wurde auf Mengenangaben verzichtet.

  • Das Lebkuchengewürz ist eine Mischung aus Zimt, Koriander, Nelken, Sternanis, Piment, Muskat und Ingwer.
  • Spekulatiusgewürz besteht hingegen ebenfalls aus Zimt als Hauptzutat, weiterhin Nelken, Anis, Ingwer, Muskat und Cardamom. Beide Gewürzmischungen sind in der Adventsbäckerei unentbehrlich und vor allem im europäischen Raum bekannt.
  • Die bekannten Französischen Kräuter der Provence sind eine Mischung aus Basilikum, Bohnenkraut, Thymian, Oregano, Rosmarin, Anis, Majoran und Lavendelblüten. Man braucht sie in der mediterranen und provenzalischen Küche, aber auch für verschiedene Gemüsegerichte.
  • Das chinesische Fünfgewürz enthält Nelken, Sternanis, Pfeffer, Zimt und Fenchel. In der asiatischen Küche ist es beinahe ein Universalgewürz, vor allem für Fleischspeisen und Marinaden.
  • Garam Masalla kommt aus Indien. Es besteht aus Kreuzkümmel, Koriander, Bockshornkleesamen, Senfmehl, Nelken, Pfeffer, Zimt, Cardamom, Ingwer, Anis und Knoblauchgranulat. Der typische intensive Duft und Geschmack entsteht, weil die Gewürze vor dem Zerkleinern und Mischen angeröstet werden. Es gibt zahlreiche weitere Rezepte für Garam Masalla, wie zum Beispiel Tandoori Masalla für das Tandoori Huhn. In Indien bereitet man diese Mischung ganz individuell zu und würzt damit Fleisch- und Fischgerichte, aber auch Suppen.
  • Curry ist eine der beliebtesten und bekanntesten Gewürzmischungen. In Indien, dem Ursprungsland des Currypulvers, wird mit Curry allerdings ein Gemüse-, Fisch- oder Fleischgericht in einer würzigen Sauce bezeichnet. Gewürzmischungen hingegen heißen in Indien Masalla. In Europa hat sich der Name Curry für die süß-scharfe Mischung durchgesetzt. Auch vom Curry gibt es zahlreiche Varianten von süß und würzig bis sehr scharf. In der Curry Indien Mischung sind Koriander, Curcuma, Chillies, Lorbeer, Bockshornkleesaat, Senfmehl, Erbsmehl, Zitronenschalen, Knoblauch und Speisesalz enthalten. Je nach Verwendungszweck können zahlreiche weitere Gewürze die Mischung ergänzen. Curry gehört in die asiatische Küche, hat sich aber auch in der deutschen Küche bewährt, zum Beispiel für die Currywurst.

Da Gewürzmischungen in den meisten Fällen aus gemahlenen Gewürzen bestehen, verlieren sie ihr Aroma schneller als ganze Gewürze. Trocken und dunkel aufbewahrt, sind sie dennoch zwei bis drei Jahre haltbar.

Einen Kommentar schreiben

Hinweis: Ihr Kommentar wird vor der Freischaltung von uns auf SPAM geprüft.