Basilikum – ein beliebtes Sommergewürz

Frisches Basilikum ist eines der beliebtesten Sommergewürze. Der süß-scharfe, pfeffrige Geschmack und der typische Duft verleihen sowohl grünem als auch rotem Pesto das unvergleichliche Aroma. Auch der bekannte Capri-Salat aus Tomaten und Mozarella ist ohne Basilikum undenkbar. In der italienischen Küche wird Basilikum vor allem mit Olivenöl und Aceto Balsamico, aber auch mit Knoblauch und Kapern kombiniert.
Doch die eigentliche Heimat der Gewürzpflanze ist nicht der Mittelmeerraum. Schon vor über 4000 Jahren war das Basilikum in Indien bekannt und erst später kam es durch Händler über Persien nach Europa.
Mittlerweile sind durch Züchtung über 60 verschiedene Sorten entstanden, die sich durch Blattgröße und Blattfarbe, aber auch durch den Geschmack voneinander unterscheiden. So gibt es zum Beispiel neben dem bekannten grünblättrigen Basilikum auch Sorten mit roten Blättern, die besonders viel Vitamin C enthalten. Zu den aromatischen Sorten gehören Zitronen-, Lakritz-, Anis- und Zimt-Basilikum, die sich durch einen intensiven Duft auszeichnen. Das Thai-Basilikum ist etwas süßer als grünes Basilikum und schmeckt leicht nach Anis, Zimt und Gewürznelken.

Doch Basilikum ist nicht nur eine beliebte Gewürzpflanze, sondern auch eine Heilpflanze. In der Naturheilkunde wird Basilikum zur Stärkung der Verdauungsorgane, insbesondere bei Magenkrämpfen, empfohlen. Wegen seiner antibakteriellen Wirkung hilft es auch bei Blasen- und Darmentzündungen. Frische zerdrückte Basilikumblätter lindern den Schmerz nach Insektenstichen. Auch bei nervösen Störungen und Kopfschmerzen soll Basilikum hilfreich sein. Auf der Britisch Pharmacology Conference wurde kürzlich sogar eine Studie vorgestellt, die belegt, dass Basilikum bei Arthritis-Patienten Entzündungen und Schwellungen um 73 Prozent mildert. Damit wäre das Gewürz genauso wirksam wie herkömmliche Medikamente.

Basilikum schmeckt nicht nur in Sommersalaten, sondern auch als Tee. Dazu werden zwei gehäufte Teelöffel Blätter mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergossen, der Tee muß eine Viertelstunde ziehen. Natürlich kann man den Tee im Winter auch aus getrocknetem Basilikum zubereiten. Er hilft nicht nur bei Verdauungsbeschwerden, sondern wirkt auch schleimlösend bei Husten und Schnupfen.

Und wer ungewöhnliche Rezeptideen sucht, möchte vielleicht einmal süße Basilikum-Milch probieren. Für vier Gläser werden ein Bund frisches Basilikum mit 100 Milliliter Vanillesirup und zwei Esslöffeln Mandelmus im Mixer sehr fein püriert und anschließend mit 600 Milliliter Milch nochmals schaumig gemixt. Die Drinks können mit Raspelschokolade und Basilikumblättern dekoriert werden und eignen sich an Sommertagen gut als Zwischenmahlzeit.

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