Knoblauch – würzig und gesund

Botanisch gehört der Knoblauch zur Familie der Lauchgewächse. Er wird über sogenannte Brutzwiebeln vermehrt und weltweit angebaut. Doch obwohl der Knoblauch auch in deutschen Gärten gut gedeiht, wird er für den Verkauf hauptsächlich aus China importiert, rund 18.000 Tonnen waren es im vorigen Jahr. Dies ist sicher ein Zeichen dafür, dass sich die Gewürzpflanze, trotz ihres intensiven Geruchs, auch in deutschen Küchen wachsender Beliebtheit erfreut.

Für viele Gerichte ist Knoblauch eine der Hauptzutaten. Zum Beispiel besteht die klassische Aioli-Creme nur aus Knoblauchstückchen und Olivenöl. Auch Tsatsiki, eine Spezialität aus Griechenland, wird aus Joghurt, Gurken, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl hergestellt. Beide werden gerne als Vorspeise zu Brot oder Baguette gereicht, eignen sich aber auch als Beigabe zu gebratenem Fleisch oder Backkartoffeln. Knoblauchbutter passt zu knusprigem Toastbrot und zu Baguette, aber auch zu Steaks. Zu Hammel- oder Lammbraten gehört unbedingt Knoblauch, auch Schweinebraten gewinnt durch einen Hauch des Gewürzes. Wenn man keinen frischen Knoblauch zur Hand hat, kann man selbstverständlich Knoblauchflocken oder Knoblauch geschnitten für den Braten verwenden. In sehr dünne Scheiben geschnitten oder fein gehackt geben die Zehen auch Gurken- und Tomatensalat ein würzig-scharfes Aroma. Wer nur eine Spur Knoblauch am Salat mag, reibt einfach die Salatschüssel mit einer angeschnittenen Knoblauchzehe aus.

Die scharfen Knollen sind gute Vitaminlieferanten, bereits eine Zehe deckt den täglichen Bedarf an den wichtigen Vitaminen A, B und C. Die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Jod, Kalium, Magnesium, Selen und Zink sind ebenfalls enthalten. Für den typischen Knoblauchgeruch ist unter anderem der schwefelhaltige Wirkstoff Allicin verantwortlich. Nach dem Genuss von Knoblauch werden diese schwefligen Verbindungen über die Lungen wieder ausgeschieden, deshalb lindert das Kauen von Petersilie oder Kaffeebohnen zwar den Mundgeruch, hilft aber leider nicht gegen den Knoblauchduft im Atem.

In der Naturheilkunde ist die antibakterielle Wirkung des Knoblauchs schon seit Jahrhunderten bekannt. Deshalb wird er zur Vorbeugung bakterieller Magen- und Darminfektionen empfohlen. Knoblauch und Thymian sind ein wirksames Duo gegen Erkältungen. Wie wäre es mit einem Honig-Thymian-Knoblauch-Brot? Eine Brotscheibe wird mit Butter und Honig bestrichen, und mit gehacktem Thymian und Knoblauch bestreut. Für Knoblauchfans ist das Brot sicher eine leckere Alternative zum Hustensaft. Weiterhin gilt Knoblauch vor allem als Mittel gegen Bluthochdruck und Arteriosklerose. Ob die Heilpflanze auch in der Lage ist, den Cholesterinspiegel zu senken, wird von Medizinern kontrovers diskutiert.

Doch der wohltuende Einfluss auf die Gesundheit ist unbestritten, deshalb wurde der Knoblauch vom Verband deutscher Drogisten 1989 zur „Arzneipflanze des Jahres“ gewählt. Weitere „Arzneipflanzen des Jahres“ waren zum Beispiel Kamille, Thymian, Pfefferminze, Fenchel und Hopfen.

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